First page of the Wohnung archive.

Weite Wege oder hohe Miete?

Posted by Guido on 27. Februar 2013 with No Comments as , ,

Zugfahren macht Spaß! Natürlich ist es nicht mehr so lustig, in der Bahn zu sitzen, wenn man täglich 3 Stunden oder noch länger zur Arbeit oder zur Uni fahren muss … . Nimmt man die Zeit für den Hin- und Rückweg zusammen, so geht hier glatt ein Viertel des Tages allein fürs Bahnfahren dahin! Das ist viel. Warum sollte man sich also nur so etwas antun?

Die Mietpreise für Wohnraum bewegen sich leider weiterhin fort von den erschwinglichen Dingen des Alltags hin zu den Luxusgütern, so wie es aussieht! Wen würde es da überhaupt wundern, wenn jemand tatsächlich jeden Tag stundenlang in der Bahn sitzt, nur, damit er oder sie eine günstige Mietwohnung haben kann? – Auf diese Weise ist zwar der tagtäglich zurückzulegende Weg eher lang und beschwerlich, doch immerhin sinkt dementsprechend der Kontostand nicht mehr ins Bodenlose vor Miete, Neben- und Heizkosten!

Studenten, die meistens in größerem Maße von dem Phänomen der teuren Wohnraumsituation betroffen sind, freuen sich deshalb sehr, wenn sie während ihres Studiums noch bei den Eltern wohnen können! Ist das jedoch aus irgendwelchen Gründen nicht mehr möglich, gibt es wohl für einige von ihnen günstige Wohnungen auf dem Campus zu mieten, aber wie schwierig kann es erst werden, wenn sie sich letztlich nach einer Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt, zum Beispiel im Internet, umsehen müssen?

Sofern das Semesterticket ihrer jeweiligen Universität es zulässt, dass sie jeden Tag von weit her kommen können, winken vielleicht in der Provinz ein paar billige Wohnungen. Sollte das hingegen ebenfalls nicht der Fall sein, lautet die Wahl nur: entweder in Uninähe eine Behausung finden, oder Uni wechseln!

Schließlich ist es außerdem auch so, dass lange Wege zur Universität oft einen gehörigen Teil der Freizeit quasi auffressen, wodurch sowohl das konzentrierte Lernen in Ruhe als auch die Möglichkeit, Studentenjobs nebenher ausüben zu können, leider drastisch eingeschränkt werden.

Bei dieser Zwickmühle spart der Student also entweder Geld bei der Wohnung und hat dafür gleichermaßen weniger Zeit zu seiner freien Verfügung, was wiederum ebenso die Chance zum Geldverdienen nebenher stark einschränken oder sogar unmöglich machen kann, oder anderenfalls sucht sich der Student eben eine möglichst nahegelegene Bleibe, ohne dabei viel Rücksicht auf die Kosten zu nehmen, muss hierfür er aber dann verstärkt nebenbei arbeiten gehen, um die so erhöhten Wohnkosten zumindest teilweise decken zu können!