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Falsche Salatschüsseln

Posted by Guido on 19. Juni 2012 with No Comments as , ,

Eine Salatschüssel ist immer etwas Nettes, ganz besonders, wenn sich darin bespielsweise ein leckerer Kartoffelsalat befindet! Ein paar gekochte Kartoffeln in Scheiben schneiden, dann einige Gewürzgürkchen zerstückeln, vielleicht noch ein paar gehackte Zwiebeln und gemahlenen Pfeffer hinzufügen, und zum Schluss das Ganze noch mit etwas Sauce verfeinern, schon ist es fertig!

Für die Sauce einfach etwas Eigelb mit Gurkenwasser aus dem Gewürzgurkenglas vermischen und so lange schlagen, bis es etwas an Mayonaise erinnert. Ja, Salat kann tatsächlich echt lecker sein, egal ob nun pur oder auch zu Würstchen!

Jedoch ist nicht alles, was gemeinhin als ‘Salatschüssel’ bezeichnet wird, auch wirklich als solche zu verwenden: Ebenso Satellitenschüsseln werden zuweilen scherzhaft als ‘Salatschüsseln’ bezeichnet, ganz einfach weil sie am Haus angebracht zumeist so lustig aussehen! Wozu benötigt man aber überhaupt Salatschüsseln, pardon Satellitenschüsseln?

Fernsehsender strahlen ihr Programm traditionell in mehr als nur einer Art und Weise aus: per Funk, auch terrestrisch genannt, per Satellit und per Fernsehkabel. Kabelfernsehen ist dabei wohl die beliebteste Art, fernzusehen, da die Programmvielfalt hierbei generell vergleichweise hoch ist, und  atmosphärische Störungen das Bild nur sehr selten befallen!

Die terrestrische Übertragung ist zwar am besten überall verfügbar, dennoch ist schnell eine Bildstörung da, sobald sich einmal eine Wolkenfront formiert hat … . Das Satellitenfernsehen bietet dagegen eine internationale Auswahl an Programmen, dafür gibt es wiederum gleichwohl mögliche Beeinträchtigungen des Bildes, falls ein Gewitter aufzieht, ähnlich wie beim terrestrischen Empfang!

Die Fernsehtechnik von früher war voll analog, heutzutage ist, im Gegensatz dazu, schon so gut wie alles digital rund um das Fernsehen! Wenn bei einem analogen Fernsehsignal die Qualität schwächelte, bekam man es mit schwarz-weißem Rauschen zu tun, je schlechter das Signal war, umso mehr Rauschen zeigte sich folglich auf der Mattscheibe. In der heutigen Zeit besitzt fast kein Fernsehgerät mehr eine Bildröhre, zudem sind nun sämtliche Schaltungen im Flimmerkasten auf digitale Signale ausgelegt! Was bedeutet diese neue digitale Technik für den Benutzer nun?

Anstelle des früher üblichen Bildrauschens, eines einfachen Bildflimmerns in bester Konfettimanier, sieht man heute zumeist seltsame Artefakte am Schirm, sollte einmal das Empfangssignal nicht allerbest sein! Stimmt es also, dass es früher, zu analogen Zeiten, noch viele feine Abstufungen zwischen bester Bildqualität und purem, unkenntlichem Rauschen gab, während heute entweder alles bestens ist, oder eben man hat nur noch nervendes Bild- und Tonstottern?

In der Tat gibt es bei der digitalen Empfangstechnik nicht nur Vorteile zu beschauen! Was aber bemerkenswert ist, das ist die Tatsache, wie sehr Fernsehen, Telefon und Internet jetzt immer weiter zu verschmelzen scheinen. Erst im neuen Jahrtausend wurde das Internet zum gerne alltäglich genutzten Massenmedium! Seitdem fingen die Betreiber des Kabelfernsehens langsam an, auch Internetdienste anzubieten, später folgten darauf gleichfalls die Telefonkonzerne, indem sie mit IPTV, also quasi dem Fernsehen per Internetleitung, starteten.

Weil Telefonieren seit der Erfindung von VoIP, sprich der Sprachübertragung per Internet, sehr einfach einzurichten geworden ist, stehen in diesen Tagen bereits vielfach sowohl beim Fernsehkabel-, als auch am Telefonanschluss, Telefon, Fernsehen und Internet gemeinsam zur Verfügung!

Die alten Satellitenschüsseln scheinen neuerdings gar nicht mehr nötig zu sein … . Wären echte Salatschüsseln nicht eigentlich sowieso praktischer?