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Großbaustellen

Posted by Bauarbeiter Nick on 11. Januar 2012 with No Comments as ,

Großbaustellen haben es an sich, dass sie entweder dort errichtet werden, wo man wohnt, oder dort, wo man arbeitet. In allen anderen Fällen befinden sie sich genau auf dem Weg von der Wohnung zur Arbeit, grundsätzlich an den Stellen, die ohnehin schon für Staus oder zähfließenden Verkehr bekannt sind. Wer schlau ist, umgeht Großbaustellen auf eigens ausgeklügelten Umleitungen – nur um festzustellen, dass sich auch dort Hindernisse befinden, die den Arbeitsweg beträchtlich verlängern. Wer richtig schlau ist, fährt mit dem Fahrrad.

Eine in der Nähe der Wohnung oder der Arbeitsstelle befindliche Baustelle geht noch mehr auf die Nerven: Permanent ist man dem ohrenbetäubenden Lärm von Presslufthammern und Abrissbirnen ausgesetzt. Man versteht sein eigenes Wort nicht mehr, geschweige denn das seines Gesprächspartners. Und wenn die Presslufthämmer und Abrissbirnen einmal schweigen, erreichen die Bauarbeiter mit ihren Gesprächen, die grundsätzlich niemals unter der Marke von 90 Dezibel geführt werden, denselben Effekt.

Ein schwacher Trost ist der vorübergehende Charakter einer Großbaustelle: Irgendwann, wenn das Werk vollendet ist, muss ja mal Schluss sein mit dem Lärm und den Verkehrshindernissen. Leider haben es Großbaustellen an sich, dass sie garantiert nie zum ursprünglich geplanten Termin fertiggestellt werden. Und wenn doch, ist die nächste Großbaustelle garantiert nicht fern.

Erfahrungen von Monika und Martin.