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Von (Bau) Formularen und (Bau) Ämtern

Posted by Bauarbeiter Nick on 22. Oktober 2011 with No Comments as , ,

Wer mit dem Gedanken spielt ein Haus zu bauen, sollte sich vorab ein dickes Fell zulegen. Geduld und Leidensfähigkeit sind für Bauherren (und Damen!) unabdingbare Voraussetzungen, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen, in der Psychiatrie zu landen. Noch bevor der erste Spatenstich getan ist, füllen Entwürfe, Antragsformulare, Versicherungspolicen sowie Angebote diverser Handwerksbetriebe, Verträge und Bescheide wenigstens einen kompletten Aktenordner.

Diese Aufzählung erhebt übrigens keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Je nach Art und Umfang des geplanten Objekts kann durchaus noch das eine oder andere Papierchen hinzukommen. Rechnungen zum Beispiel. Firmen und vor allem Behörden lieben es, Rechnungen zu stellen. Das Grundbuchamt besonders. Da ist es oft genug nicht nur mit einem Eintrag und einer Zahlung dafür getan – oh nein! Schon mal was von einem Voreintrag gehört, der erst nach einer bestimmten Frist zum endgültig amtlichen Eintrag wird? Man mag es kaum glauben, wie erfinderisch so ein als dröge und fantasielos verschriener Amtsschimmel doch werden kann, wenn es darum geht, neue Geldquellen aufzutun.

Gerade bei Bauherren (und Damen!) lässt es sich anscheinend besonders gut (und tief!) in den Taschen graben. Bis dann endlich auf dem Bauplatz gegraben wird, kann so manchen bereits vorher die Pleite ereilt haben – oder der komplette Verlust des Verstandes eingetreten sein.