Posts by date : August 2011

Weltweite Großbaustellen

Posted by Bauarbeiter Nick on 31. August 2011 with No Comments as ,

Großbaustellen können aus den verschiedensten Gründen entstehen. Häufig sorgt der Gewinn der Austragungsrechte für ein sportliches Großereignis dafür, dass in einem Land ein Bauboom entsteht und neue Gebäude gebaut werden müssen. Beispielsweise im russischen Sotchi, wo noch viele Sportstätten bis zum Beginn der Olympischen Winterspiele 2014 fertiggestellt werden müssen. Laut FIS-Präsident Kasper ist Sotchi “Europas grösste Baustelle“.

Auch Brasilien, Ausrichter der Fußball-WM 2014 und der Olympischen Sommerspiele 2016, hat einige Großbaustellen zu bieten. Das vielleicht wichtigste Bauprojekt ist dabei der Umbau des Maracanas in Rio de Janeiro, wobei Streiks die Umbauarbeiten auf der Großbaustelle zwischenzeitlich aufgehalten haben. Anderswo werden die Stadien nicht renoviert, sondern muss eine ganze Stadionlandschaft neuentstehen. Dies ist der Fall in Katar, wo gleich 9(!) Stadien für die WM 2022 neu gebaut werden müssen. Doch auch ansonsten hat Katar spektakuläre Neubauten und damit neue Großbaustellen zu bieten. Allerdings muss man nicht ganz so weit reisen, wenn es um Großbaustellen geht. An allen Standorten, an denen in Polen Spiele der Fußball-EM 2012 stattfinden sollen, sind zur Zeit noch Großbaustellen. Und es gibt Befürchtungen, dass man nicht rechtzeitig fertig wird. Auch bezüglich des Co-Gastgebers Ukraine, bei dem wegen der EM viele Großbaustellen entstanden sind, bestehen solche Bedenken. In New York gibt es ebenfalls eine sehr wichtige Großbaustelle. Das allerdings aus ganz anderen Gründen. Dort entsteht auf dem Ground Zero das One World Trade Center dort, wo früher die Twin Towers des World Trade Centers standen.

Bauarbeiter und Geschwindigkeit

Posted by Bauarbeiter Darsim on 30. August 2011 with No Comments as , ,

Auf dem Bau arbeiten Menschen, die zur Geschwindigkeit ein ganz besonderes Verhältnis haben. Ich war selbst einige Jahre im Rückbau tätig und hatte somit einen realen Einblick in die Welt des Baus.

Es wurde jeden Morgen vor Arbeitsbeginn im Groben überschlagen, was an diesem Tag zu schaffen sei. Dabei nahm der Anfahrtsweg konsequenterweise fast grundsätzlich doppelt soviel Zeit wie der Rückweg in Anspruch. Seinerzeit lag der Anfahrtsweg innerhalb der Arbeitszeit, wurde also vergütet. Der Rückweg sollte jedoch erst nach Feierabend angetreten werden, gehörte also in den schon privaten Zeitrahmen.

Im Rückbau brauchten wir eine gewisse Team-Rhythmik beispielsweise beim Abtragen der antiken Dachpfannen. Selbst unter Zuhilfenahme der Pfannenrutsche dürfen die Dachziegel nicht schneller nachgelegt werden, als sie unten abgestapelt werden können.

Was den Umgang mit konsistenzveränderlichen Materialien angeht, denke ich, kann ein aufbauender Handwerker sehr gut einschätzen, innerhalb welcher Zeit er Gips, Mörtel oder Ähnliches zu verarbeiten hat. Es passiert wohl hauptsächlich in den ersten Lehrjahren, dass eine Kelle im Putzeimer festtrocknet oder ein Zollstock flach zur Hälfte aus dem erhärteten Betonfußboden ragt und abgeflext werden muss.