Posts by date : July 2011

Scottische Bauruinen

Posted by Bauarbeiter Darsim on 25. Juli 2011 with No Comments as , ,

Vor einigen Jahren besuchte ich mit meiner Familie ein wunderbares Fleckchen Erde, welches auf den Namen „Schottland“ hörte. Die männlichen Mitreisenden interessierten sich auf dieser Reise hauptsächlich für die flüssigen Köstlichkeiten des Landstriches. Whisky in seiner leckersten Form. Die weiblichen Reisegäste zog es eher in die Burgen und Schlösser, an die Lochs und die unberührte Natur.

So kam es, dass wir eines Tages vor Urquhart Castle standen. Einer am Loch Ness gelegenen Bauruine aus dem 13. Jahrhundert. Damals noch als prunkvolle Burg erbaut, ist heute leider nicht mehr viel davon übrig. Dementsprechend spitz waren die Bemerkungen der anwesenden Männer. Ob das denn hier nicht ein wenig zügig sei. So ganz ohne Fenster und nur spärlichem Mauerbestand. Und ob es denn aus diesem Grund nicht besser wäre, wenn die Schotten endlich einmal diese alten steine wegräumen würden. Ganz zu schweigen von der Unfallgefahr, die davon augenscheinlich ausgeht. Nicht auszudenken, wenn man hier abstürzt. Der Tod oder andere schlimme Krankheiten könnten schließlich die Folge sein.

Wir ließen uns von diesem Geschwätz nicht weiter beeindrucken und inspizierten unsere doch bereits sehr liebgewonnene Bauruine. Und nicht nur das. Wir konnten die Männer sogar davon überzeugen, noch einmal an diesen Ort zurückzukehren. Mit Picknickkorb und allem was dazu gehört. Um diese wunderbare Aussicht auf Loch Ness und diese alten Steine in vollen Zügen genießen zu können.

Von Martina M.

Wen der Handwerker 2 mal klingelt

Posted by Bauarbeiter Nick on 21. Juli 2011 with No Comments as ,

Vor einigen Wochen hatten wir die Handwerker im Haus, da mit der Wasserleitung irgendetwas nicht in Ordnung schien. Aus sämtlichen Wasserhähnen im Haus kam das Wasser nur noch im Zeitlupentempo herausgekrochen. Mein Mann machte also einen Termin mit dem Klempner, der am nächsten Tag auch pünktlich zur Stelle war. Mein Mann konnte an diesem Tag leider nicht anwesend sein, da er einen Auswärtstermin hatte.

Der Klempner fragte mich zunächst einmal nach dem Problem und ich erklärte ihm die Lage. Nachdem ich ihm den Hauptwasserhahn zeigte, machte er sich ans Werk. Eine Weile später kam er in die Küche und sagte, dass er noch kurz etwas am Abfluss der Spüle nachschauen müsste. Da ich von der Materie keinen blassen Schimmer hatte, zeigte ich auf die Spüle und er begann den Abfluss auseinander zunehmen. Fünf Minuten später schraubte er alles wieder zusammen, drehte sich zu mir um und sagte: „Na Schätzchen, kann ich auch noch woanders schrauben?“ Entgeistert schaute ich ihn an. Hatte ich diese Zweideutigkeit wirklich richtig verstanden? Meine Verwirrtheit schamlos ausnutzend setze er noch nach: „Vielleicht ist ja im Schlafzimmer noch irgendwo eine Schraube locker?“ Jetzt hatte ich verstanden. Der versuchte mich doch allen Ernstes anzumachen und ins Bett zu kriegen. Mit einem abschätzigen Blick fuhr ich ihn an: „Sehen Sie zu, dass Sie Land gewinnen, bevor mein Mann nach Hause kommt. Wenn er von der Sache Wind bekommt, kann ich für nichts mehr garantieren.“ Wortlos packte er seine Sachen zusammen, nahm seinen Werkzeugkoffer und verschwand mit einem leisen „Auf Wiedersehen“ durch die Tür. Ein Gutes hatte die ganze Sache: Wir haben nie eine Rechnung von ihm bekommen.

Von Elke W. aus G.